Mit dem Namen ALLAHs, des Barmherzigen, des Allerbarmers, bismi ʾllāhi ʾr-raḥmāni ʾr-raḥīm

Kategorie: Allgemein

  • VIDEO: Umgang mit Gewalt in der psychosozialen Arbeit

    As-salamu alaikum!

    Gerne möchten wir Euch auf folgenden Vortrag von Edin Tule von der IASE Fachtagung „Gewaltprävention und -intervention in der psychosozialen Arbeit mit Muslimen“ aus dem Jahr 2015 aufmerksam machen, der nun auf Youtube verfügbar ist:

    Wir wünschen Euch viel Spaß!

    Euer IASE Team

  • Lese-Ecke: Kultursensibilität am Lebensende: Identität – Kommunikation – Begleitung

    As-salamu alaikum!

    Gerne möchten wir Euch auf folgende Veröffentlichung hinweisen:

    Kultursensibilität am Lebensende
    Identität – Kommunikation – Begleitung

    Zusammenfassung:

    Produktbeschreibung
    Die soziokulturelle Diversität in Deutschland ist so groß wie nie zuvor. Um allen Menschen eine gute Versorgung am Lebensende zu ermöglichen, ist daher Kultursensibilität in Palliative Care und Hospizarbeit von großer Bedeutung. Der Frage, was Kultursensibilität genau bedeutet und wie eine kultursensible Begleitung aussehen kann, haben sich zahlreiche Experten in diesem Buch gewidmet. Dabei bildet ein weites Kulturverständnis die Grundlage. Kulturen werden als Lebenswelten verstanden. Darum werden nicht nur Migrantinnen und Migranten in den Blick genommen, sondern auch andere uns „fremd“ erscheinende Kulturen wie beispielsweise geistig behinderte Menschen, Strafgefangene oder Wohnungslose.

    Autorenporträt
    Maria Wasner ist Kommunikationswissenschaftlerin und Psychoonkologin. Seit 2008 ist sie Inhaberin der Professur für Soziale Arbeit in Palliative Care an der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH) und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kinderpalliativzentrum der LMU München. Sie ist Mitglied der Taskforce Social Work der European Association for Palliative Care (EAPC) und war von 2012 bis 2018 Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Josef Raischl ist Diplom-Sozialpädagoge und Diplomtheologe. Er arbeitet seit 1992 beim Christophorus Hospiz Verein e.V. (CHV) in München, dessen ambulantes Hospiz und Palliative Care-Team er aufbaute und viele Jahre leitete. Darüber hinaus leitet er das Christophorus Hospiz Institut für Bildung und Begegnung und ist seit dem Jahr 2012 fachliche Gesamtleitung des Christophorus-Hauses München, einschließlich eines SAPV-Teams und eines stationären Hospizes. Seit 2006 ist er zudem stellvertretender Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Landesvertretung Bayern, und im Lenkungskreis des Münchner Hospiz- und Palliativnetzwerkes aktiv.

    Mit Beiträgen von
    Abdallah-Steinkopff, Barbara / Al Halabi, Muhammad Zouhair Safar / Allgaier, Thomas / Bergmann, Lia / Brinkmann, David / Bükki, Johannes / El-Bakri, Riad / Fuchs, Christoph / Gavranidou, Maria / Goldmann, Jürgen / Hein, Kerstin / Hirsmüller, Susanne / Hummel, Kerstin / Jox, Ralf J. / Kilian, Anna / Kóródi, Katalin / Kromm-Kostjuk, Elena / Krupp, Silvia / Kühlmeyer, Katja / Milbradt, Robert / Peuten, Sarah / Rabben-Storch, Annette / Raischl, Josef / Randak, Gabriele / Reichelt, Sandra / Reindl, Birgit / Salman, Ramazan / Schellhammer, Barbara / Schneider, Werner / Schröer, Margit / Theißing, Katharina / Trautwein, Eva-Maria / Wagner, Leonhard / Wasner, Maria / Zenker, Dinah

    Wir wünschen Euch viel Spaß bei der Lektüre!

    Viele Grüße,

    Euer IASE Team

  • VIDEO: Psychische Erkrankungen und Islam

    As-salamu alaikum!

    Gerne möchten wir Euch auf folgendes neues Video auf unserem IASE Youtube Kanal aufmerksam machen:

    Wir bedanken uns herzlichst bei der Katholischen Akademie DIE WOLFSBURG für die Austragung dieser Tagung!

    Viel Spaß wünscht Euch,

    Euer IASE Team

  • Blogreihe: Islam und Psychologie – Gegenstand und Geschichte – Teil 13

    Schlüsselkonzepte

    Die Diskussion von Schlüsselkonzepten nimmt in den Veröffentlichungen eine zentrale Funktion ein, da diese unmittelbar auf den Gegenstandsbereich einer islamischen Psychologie hindeuten können (z. B. Ahmad, 1992; Khalili et al., 2002; Mohamed, 1995, in diesem Band; Tritton, 1971). Viele dieser Schlüsselkonzepte wurden in den jeweiligen Arbeiten zu Persönlichkeitstheorien als deren elementare Bestandteile weitergedacht. Zu den klassischen Schlüsselkonzepten gehören Fitra, Ruh, ‘Aql, Qalb und Nafs; Letztere auch in ihren verschiedenen Zuständen bzw. Stadien. Diese Schlüsselkonzepte durchlaufen in ihrer theoretischen Durchdringung verschiedene Entwicklungsphasen. Am Beispiel der Fitra lässt sich dies verdeutlichen: Dieses Konzept wurde anfänglich noch isoliert dargestellt (Mohamed, 1995, in diesem Band; Mohamed, 2009), erfuhr mit der Zeit jedoch eine weitere Differenzierung und wurde in Interaktion mit anderen Schlüsselkonzepten beschrieben (Abdul Razak, M.A., 2011), und es wurden unterschiedliche Auffassungen bezüglich ihrer Eigenschaften angedeutet (Khalili et al., 2002).

    Bei der Sichtung von Schlüsselkonzepten fällt auf, dass die klassischen Konzepte unter variierenden Oberbegriffen subsumiert werden und somit eine gewisse Unschärfe in der Verwendung von arabischen Begrifflichkeiten deutlich wird. Um dies zu veranschaulichen, sind in Tabelle 1 Arbeiten mit abweichenden Referenzrahmen exemplarisch dargestellt. So behandeln beispielsweise Keshavarzi und Haque (2013) und Abu-Raiya (2012, in diesem Band) dieselben Entitäten Qalb, Nafs, ‘Aql und Ruh (vgl. Tabelle 2), jedoch beschreiben diese Konzepte in ihrer Interaktion nach Keshavarzi und Haque (2013) die Seele, wohingegen Abu-Raiya (2012, in diesem Band) seine Veröffentlichung als Persönlichkeitsmodell propagiert. Für die Definition und Diskussion der Schlüsselkonzepte und Vorstellungen damit in Verbindung stehender Persönlichkeitstheorien stellen wir in diesem Sammelband Skinner (1989, in diesem Band), Mohamed (1995, in diesem Band) und Abu-Raiya (2012, in diesem Band) vor.

    Darüber hinaus differieren die Definitionen dieser Konzepte teilweise stark voneinander bzw. sind innerhalb einzelner Publikationen inkonsistent. So ist z. B. die Beschreibung der Nafs bei Abu-Raiya (2012, in diesem Band) mehrdeutig, da auf sie an verschiedenen Stellen als Zustand, Phase oder Bestandteil der Persönlichkeit verwiesen wird. In Bezug auf die Nafs ist auch zu vermerken, dass Diessner, Yazdani und Richel (2007) die verschiedenen Zustände der Nafs nach dem Baha’i-Führer Abdul-Baha als Theorie der Persönlichkeitsentwicklung erfassen. Ähnlich ist auch das Verständnis von Nafs bei Dharamsi und Maynard (2012), die sie in sieben Entwicklungsphasen einteilen.

    Zukünftig gilt es, die Begriffe vor allem in Kooperation mit Experten der arabischen Sprache und islamischen Philosophie, Theologie und Mystik präziser zu durchdringen. Genauso wichtig wird es sein, weitere m.gliche Schlüsselkonzepte, wie z. B. Irada/Qasd (Wille), Fuad (Herz), Dhat (Wesen, Selbst, Ich, Identität), Ka’in (Lebewesen, Geschöpf, Wesen, Sein), Niyya (Absicht), Gharad (Motiv), Ilham (Inspiration, Eingebung) oder Wahy (Offenbarung) zu untersuchen.

    Über diese Blogreihe

    Nachdem wir uns im IASE Blog bereits den Themenfeldern „Die Terra Incognita der islamischen Psychologie“ und den „Instituten und Vereinigungen muslimischer Psychologen“ zugewandt haben, beschäftigen wir uns in dieser Blogreihe detaillierter mit der Literatur zum Thema islamische Psychologie in ihrer geschichtlichen Entwicklung und ihrem Gegenstand. Diese Blogreihe erscheint alle zwei Wochen am Sonntag. Die Inhalte sind aus der theoretischen Einführung in den Sammelband „Islam und Psychologie – Beiträge zu aktuellen Konzepten in Theorie und Praxis“ entnommen, der zum Beispiel hier erhältlich ist. Darin findet Ihr auch ein Literaturverzeichnis für die verwendeten Quellen.

  • Lese-Ecke: Applying Islamic Principles to Clinical Mental Health Care: Introducing Traditional Islamically Integrated Psychotherapy

    As-salamu alaikum!

    Gerne möchten wir Euch auf folgende Veröffentlichung unseres Kooperationspartners Khalil Center hinweisen:

    Applying Islamic Principles to Clinical Mental Health Care
    Introducing Traditional Islamically Integrated Psychotherapy

    Zusammenfassung:

    „This text outlines for the first time a structured articulation of an emerging Islamic orientation to psychotherapy, a framework presented and known as Traditional Islamically Integrated Psychotherapy (TIIP).

    TIIP is an integrative model of mental health care that is grounded in the core principles of Islam while drawing upon empirical truths in psychology. The book introduces the basic foundations of TIIP, then delves into the writings of early Islamic scholars to provide a richer understanding of the Islamic intellectual heritage as it pertains to human psychology and mental health. Beyond theory, the book provides readers with practical interventional skills illustrated with case studies as well as techniques drawn inherently from the Islamic tradition. A methodology of case formulation is provided that allows for effective treatment planning and translation into therapeutic application. Throughout its chapters, the book situates TIIP within an Islamic epistemological and ontological framework, providing a discussion of the nature and composition of the human psyche, its drives, health, pathology, mechanisms of psychological change, and principles of healing.

    Mental health practitioners who treat Muslim patients, Muslim clinicians, students of the behavioral sciences and related disciplines, and anyone with an interest in spiritually oriented psychotherapies will greatly benefit from this illustrative and practical text.“

    Wir wünschen Euch viel Spaß bei der Lektüre!

    Viele Grüße,

    Euer IASE Team