Vorstellung des Vorstands

Auf der Mitgliederversammlung im Januar 2020 wurde ein neuer IASE Vorstand gewählt. Auf dieser Seite möchten wir uns Ihnen vorstellen und eine Idee vermitteln, wer hinter der IASE steckt:

Paul Kaplick, M.Sc., 1. Vorsitzender

Paul Kaplick ist gebürtiger Berliner und hat angewandte Psychologie mit Schwerpunkt klinische Psychologie in München und kognitive Neurowissenschaften am Institut für interdisziplinäre Studien an der Universität Amsterdam studiert. Zurzeit befindet er sich in Weiterbildung zum klinischen Neuropsychologen (GNP) in einer neurologischen Frührehabilitation im Rhein-Main-Gebiet und arbeitet mit Patienten mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma.

Paul Kaplick ist auf neurowissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln zu präklinischen Modellen stressverwandter Störungen vertreten, u.a. in den Fachzeitschriften Neuron und Nature Neuroscience. Während seines Bachelors hat er am Max-Plank-Institut für Psychiatrie, der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximillians-Universität München und als Forschungsstipendiat an der Universität Oxford gearbeitet. In seinem vom DAAD geförderten Masterstudium spezialisierte er sich weiter auf stressbedingte neurale Dysfunktionen in Tiermodellen neurodegenerativer und neuropsychologischer Erkrankungen. Sein Hauptinteresse gilt der Translation tierexperimenteller Erkenntnisse zur Beziehung zwischen Hirnprozessen und beobachtbarem Verhalten in klinische Arbeitsgebiete wie der klinischen Neuropsychologie.

In der IASE kümmert sich Paul Kaplick um die AG „Islam und Psychologie“: Interessant ist für ihn die interdisziplinäre Integration von Theorien und Methoden zur Untersuchung der Organisationsprinzipien unseres kognitiven Systems aus der Kognitionspsychologie mit indigenen Konzepten aus der intellektuellen Tradition des Islams. Darüber hinaus übernimmt er die Pflege internationaler Partnerschaften, z.B. als Research Associate im Stanford Muslims and Mental Health Lab oder in der Islamic Psychology Professional Association (IPPA) in London. Er ist auch Teil des Alkaram Institute, gelegen in den wunderschönen Blue Ridge Mountains in Südwestvirginia in den USA.

 

Julia (Semiha) Ruff, M.Sc., 1. Stellvertreterin

Julia Ruff absolvierte von 2014 – 2017 ihren Bachelor in Psychologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2018 begann sie den Master in Psychologie an der Universität Trier und spezialisierte sich in Bereichen der klinischen und biologischen Psychologie. Seit 2020 absolviert sie die Weiterbildung zur psychologischen Psychotherapeutin an der Universität Mainz. Sie ist Stipendiatin des Avicenna-Studienwerks.

Seit 2018 engagiert sich Julia Ruff in der IASE als Leiterin der Berufsgruppe Psychologen und Psychiater. Seit ihrer Studienzeit leistet sie auch für die IASE Aufklärungsarbeit über Psychologie und psychische Erkrankungen in der muslimischen Community, indem sie auf ihrem Instagram-Account @js_psychology bloggt sowie Vorträge und Workshops anbietet. Inhaltlich beschäftigt sich Julia Ruff in der IASE mit der Frage, welche Konzepte, Ideen und Anregungen aus der spirituell-integrierten und integrativen Psychotherapie bei der Entwicklung einer islamintegrierten Psychotherapie für den deutschsprachigen Raum genutzt werden können.

 

Dr. med. Ibrahim Rüschoff, 2. Stellvertreter und Gründer der IASE

Dr. Ibrahim Rüschoff ist in Westfalen geboren und hat Pädagogik an der Universität der Bundeswehr in Hamburg und Medizin in Münster studiert. Nach seiner Facharztweiterbildung in den späten 1980er Jahren arbeitete Dr. Rüschoff lange als Oberarzt und Leiter einer Psychiatrischen Institutsambulanz, bis er sich 2007 als Ärztlicher Psychotherapeut in Rüsselsheim niederließ. Er ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und im Vorstand des Referats für Religion und Spiritualität in der DGPPN.

Dr. Rüschoff hat die IASE 1988 gegründet und war langjähriger Vorsitzender. Unter seiner Leitung fanden in den frühen Entwicklungsphasen der IASE 12 Fachtagungen zur religionssensiblen Psychotherapie und Beratung muslimischer Patienten statt. Zusammen mit seiner Frau Malika Laabdallaoui übernimmt er einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit der IASE in Form von Vorträgen und Seminaren auf wissenschaftlichen Tagungen, der Landesärztekammer Hessen und anderen Institutionen (Kirchen, Vereinen und Trägern der psychosozialen Versorgung, Kliniken).

Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften ist Dr. Rüschoff Autor der Bücher „Ratgeber für Muslime bei psychischen und psychosozialen Krisen“ (Edition Bukhara, 2009)  und „Umgang mit muslimischen Patienten“ (Psychiatrie Verlag, 2017). In der Arbeitsgruppe „Islam und Psychologie“ der IASE beschäftigt er sich mit der Rolle des Menschenbildes und der therapeutischen Beziehung in einer islamintegrierten Psychotherapie.

 

Malika Laabdallaoui, Dipl.-Psychologin, Schatzmeisterin

Malika Laabdallaoui hat Psychologie in Mainz und Frankfurt studiert. Sie arbeitet sowohl als tiefenpsychologische Psychotherapeutin als auch als systemische Paar- und Familientherapeutin. Ihre Schwerpunkte liegen in der Behandlung von Angst-, Zwangsstörungen und Trauma. Ihre speziellen Methoden sind u.a. psychodynamisch imaginative Traumatherapie (PITT) und EMDR. Weitere Berufserfahrungen hat Malika Laabdallaoui in der Projektleitung und sozialpädagogischen Familienhilfe. Seit 2007 arbeitet sie mit ihrem Mann Ibrahim Rüschoff in eigener Praxis in Rüsselsheim und ist seit 2011 dort niedergelassen.

Malika Laabdallaoui referiert seit Beginn der 1990er Jahre zu Themen der Erziehung, Familien- und Ehebeziehung so wie psychischer Gesundheit u.a. in Moscheen und muslimischen Hochschulgemeinden. Außerdem führt sie Fortbildungen und Seminare zum Thema interkulturelle Kompetenz, Antigewalttraining, Mediation in der psychosozialen Arbeit z.B. bei der Caritas, Diakonie, DRK, Landesjugendämtern, Deutsches Jugendinstitut, Krankenhäuser und der Polizeiakademie RLP durch. Seit 2015 gibt sie Fortbildungen für Psychologen und Ärzten zum Umgang mit muslimischen Patienten bei der Hessischen Ärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung (KV Hessen).

Malika Laabdallaoui bringt neben ihrer Fortbildungstätigkeit einen großen Erfahrungsschatz an ehrenamtlicher Tätigkeit in der muslimischen Community und Moscheegemeinden, der Integrationsarbeit und der Gesellschaftspolitik ein. Unter anderem ist sie Mitbegründerin der ersten islamischen Kita in Deutschland, Initiatorin und engagiertes Mitglied im Arbeitskreis Mainzer Muslime und Vorsitzende des ZMD Landesverbands RLP. Sie war Beiratsmitglied in MUSE e.V. (Muslimische Seelsorge Wiesbaden), ist seit der Gründung des Vereins auch im Beirat des Rahma e.V. (Beratungszentrum für muslimische Frauen und Mädchen), Mitglied des Boards der AIWG (Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft, Uni Frankfurt) und ständiges Mitglied des Landesbeirats für Migration und Integration RLP.