Wer wir sind

Auf dieser Seite möchten wir uns Ihnen vorstellen und eine Idee vermitteln, wer hinter der IASE steckt.

Eyyuba Cevirici-Kurt, M.Sc., Vorsitzende

Eyyuba Cevirici-Kurt ist gebürtige Hamburgerin und derzeit als Psychologische Psychotherapeutin für Erwachsene mit dem Schwerpunkt in Verhaltenstherapie in Frankfurt am Main tätig. Die Approbation zur Psychologischen Psychotherapeutin hat sie im Rahmen der Weiterbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin am Frankfurter Institut für Verhaltenstherapie (2017 – 2021) erlangt. Die Zusatzqualifikation für Gruppentherapie ermöglicht ihr zudem eine fachkundige Qualifikation für Gruppenpsychotherapie. Nach ihrem universitären Abschluss in Klinischer Psychologie und Psychotherapie an der Medical School Hamburg und der Universität Hamburg war sie in einem Versorgungsprojekt im Bereich der onlinegestützten und achtsamkeitsbasierten Psychotherapie in Hamburg tätig. Seit 2015 behandelt sie Menschen mit psychischen Erkrankungen und verfügt über langjährige Erfahrung in der psychotherapeutischen Arbeit in Psychiatrien, Reha-Kliniken und ambulanten Praxen.

Während ihrer akademischen Laufbahn hat sie in verschiedenen Arbeitsbereichen u.a. im Forschungszentrum für kognitive und kulturelle Entwicklung und im Bereich der Konfliktberatung und Mediation geforscht. Durch Fortbildungen und Auslandsaufenthalte in Kalifornien (San Diego, USA), Kentucky (Lexington, USA) und Cambridge (UK) hat sie sich sowohl im Bereich der Familien- und Paartherapie als auch religions- und kultursensiblen Psychotherapie vertieft. Die religions- und kultursensible Psychotherapie und die Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von MuslimInnen ist ihr eine Herzensangelegenheit. Als Mitglied und Alumna verschiedener Fachgesellschaften sowie Stipendienprogrammen – u.a. der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV), Netzwerk von muslimischen ÄrztInnen und weiteren Gesundheitsberufen (Muamed), Avicenna Begabtenförderwerk und des Fulbright Programms – sieht sie sich in der Rolle eines „Seemannknotens“, der verschiedene Seile miteinander verbindet und die Vernetzung fördert. Eyyuba Cevirici-Kurt engagiert sich seit 2017 berufspolitisch auf DVT-PiA Bundesebene und wirkt seit 2021 als Mitglied der Psychotherapeutenkammer Hessen im Ausschuss für Wissenschaft und Forschung mit. Als 1. stellv. Vorsitzende der IASE setzt sie die Weiterentwicklung des Vereins zu einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft fort.

Dr. med. Ibrahim Rüschoff, 1. stellv. Vorsitzender und Gründungsmitglied der IASE

Dr. Ibrahim Rüschoff ist in Westfalen geboren und hat Pädagogik an der Universität der Bundeswehr in Hamburg und Medizin in Münster studiert. Nach seiner Facharztweiterbildung in den späten 1980er Jahren arbeitete Dr. Rüschoff lange als Oberarzt und Leiter einer Psychiatrischen Institutsambulanz, bis er sich 2007 als Ärztlicher Psychotherapeut in Rüsselsheim niederließ. Er ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und im Vorstand des Referats für Religion und Spiritualität in der DGPPN.

Dr. Rüschoff hat die IASE 1988 gegründet und war langjähriger Vorsitzender. Unter seiner Leitung fanden in den frühen Entwicklungsphasen der IASE 12 Fachtagungen zur religionssensiblen Psychotherapie und Beratung muslimischer Patienten statt. Zusammen mit seiner Frau Malika Laabdallaoui übernimmt er einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit der IASE in Form von Vorträgen und Seminaren auf wissenschaftlichen Tagungen, der Landesärztekammer Hessen und anderen Institutionen (Kirchen, Vereinen und Trägern der psychosozialen Versorgung, Kliniken).

Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften ist Dr. Rüschoff Autor der Bücher „Ratgeber für Muslime bei psychischen und psychosozialen Krisen“ (Edition Bukhara, 2009)  und „Umgang mit muslimischen Patienten“ (Psychiatrie Verlag, 2017). In der Arbeitsgruppe „Islam und Psychologie“ der IASE beschäftigt er sich mit der Rolle des Menschenbildes und der therapeutischen Beziehung in einer islamintegrierten Psychotherapie.

Esra Ates, 2. stellv. Vorsitzende

Esra Ates hat ihren Bachelor in Psychologie an der Technischen Universität Darmstadt absolviert und anschließend ihren Master in Klinischer Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt abgeschlossen. Während ihrer Masterarbeit hat sie sich intensiv mit dem Inanspruchnahmeverhalten psychotherapeutischer Hilfe bei Personen mit türkischen Migrationshintergrund befasst, wobei sie insbesondere die Rolle von Geschlechts- und Generationsunterschieden sowie Mental Health Literacy und Stigmatisierung untersucht hat.

Darüber hinaus erweiterte sie ihre fachlichen Horizont  durch zwei Auslandssemester in Istanbul. Im Jahr 2021 vertiefte sie ihr Fachwissen durch eine sechsmonatige Tätigkeit in der Psychiatrie der Capa Klinik in Istanbul. Dort lag ihr Fokus insbesondere auf der Anwendung kunsttherapeutischer Techniken zur Behandlung psychiatrischer Patientinnen und Patienten. Esra Ates hegt ein besonderes Interesse an der Integration islamischer Kunst in den psychotherapeutischen Prozess, insbesondere im Kontext der Begleitung muslimischer Patientinnen und Patienten.

Seit 2022 befindet sie sich in der Weiterbildung zur psychologischen Psychotherapeutin und ist in diesem Rahmen in einer psychiatrischen Akutklinik tätig. Zusätzlich unterstützt sie seit 2022 bei IASE e.V. in der Büroorganisation und bei der Vorbereitung von Fachtagungen.

Sevgi Mala-Caliskan, Schatzmeisterin

Sevgi Mala-Caliskan ist in Köln geboren und hat Sozialpädagogik an der Fachhochschule für Sozialwesen in Düsseldorf studiert. Zusätzlich zu ihrem Abschluss als staatlich anerkannte Diplom Sozialpädagogin absolvierte sie die zertifizierte Weiterbildung zur Systemischen Familientherapie und Grundzüge der Supervision (DGSF)

Frau Mala-Caliskan sammelte vielfältige Berufserfahrung als Angestellte bei der Stadtverwaltung im Amt für Jugend und Familie sowie als stellv. Leitung einer städt. Kindertagesstätte und Sachbearbeiterin beim Modellprojekt „Kindertagespflege“. Ferner arbeitete Frau Mala-Caliskan als Einrichtungsleitung beim Regionalverbund Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Mainz und als Sozialpädagogische Beratungskraft beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in der Beratungsstelle „Salam“ gegen islamistische Radikalisierung. Derzeit arbeitet Frau Mala-Caliskan als Kita-Leiterin in Groß-Gerau. Als Schatzmeisterin ist Frau Mala-Caliskan für die Finanzen verantwortlich.

Chahled Fany,  Beisitzer

Chahled Fany studierte Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences und beschäftigte sich in seiner Bachelorarbeit mit „Sexualpädagogik mit muslimischen Lebenswelten. Spannungsfelder und Ressourcen für ein religionssensibles Handeln“ (unveröffentlicht). Im Rahmen seiner Tätigkeit in der IASE möchte er sich gerne für die Berufsgruppe der Sozialarbeiter*innen einbringen und beschäftigt sich vordergründig mit der Frage, wie eine Skizze muslimisch-religionssensibler Sozialer Arbeit aussehen könnte sowie welche theologischen und historischen Hintergründe eine Grundlegung Sozialer Arbeit im muslimischen Kontext aufzeigen könnten.

Daniel Germer, Beisitzer

Daniel Germer kommt aus Rheinhessen und hat nach Auslandsaufenthalten in England, Katalonien und Indonesien und Ausbildung in asiatischer Kampf- und Bewegungskunst sowie Heilkunst in Mainz Medizin studiert. Nach einigen Monaten in der Inneren Medizin (Hämatoonkologie und Palliativmedizin) ist er in die Psychiatrie und nach einem Jahr in die Kinder- und Jugendpsychiatrie gewechselt. Seit 2021 ist er als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie tätig. Zuerst in Klinik und Ambulanzen der KJP Vitos-Südhessen, dann zusätzlich oberärztlich in einer kleinen Abteilung für Jugendpsychosomatik im Odenwald bis Anfang 2023. Seit 2023 ist er als Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Gesundheitsamt tätig. Hier geht es ihm hauptsächlich um Prävention psychischer Störungen und die Verbesserung der Versorgung Kinder und Jugendlicher mit psychischen Erkrankungen. Insbesondere derjenigen in armen Familien, mit psychisch kranken Eltern oder die durch andere Faktoren an der sozialen Teilhabe behindert sind (das kann Migration oder Fluchterfahrung sein). Er ist beratend tätig und hält Vorträge zu dem Thema Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen. Er ist in der Fair-Trade Bewegung tätig und Trainer für asiatische Kampf- und Bewegungskunst. In seinem eigenen Blog verwirklicht er sich schriftlich und gedanklich an der Verbindung von Bewegungskunst, Lebenskunst und Heilkunst zu einem ganzheitlichen Kommunikations- und Gesellschaftskonzept.

 

Karima Elmazdoula, Beisitzerin

Karima Elmazdoula ist im Kreis Groß-Gerau geboren und aufgewachsen und absolvierte ab 2018 die Ausbildung zur anerkannten Erzieherin an der Katholischen Erwachsenenbildung in Rheinland-Pfalz. Bereits als pädagogische Helferin in einer nichtmuslimischen Kita machte sie die Erfahrung, dass kulturelle Sensibilität einen positiven Einfluss auf die Entwicklung muslimischer Kinder hat und welche Ressource ein religionssensibler pädagogischer Ansatz darstellt. Während ihrer Tätigkeit als Erzieherin und Gruppenleitung in der Kindertagesstätte „Die Ameisen“ e.V. absolvierte sie den Fachwirt für Kitamanagement und die Ausbildung zur Fachkraft für Familienzentren. 2021 wurde sie zur Leitung der Kindertagesstätte ernannt. Bereits in ihrer Tätigkeit als Erzieherin war es ihr ein großes Anliegen, die Bedarfe von muslimischen Familien zu berücksichtigen und die Arbeit der Erzieher*innen dahingehend zu fördern, den Kindern und ihren Familien lebensweltnahe und niedrigschwellige Bildungsangebote zu machenSeit Beginn des Jahres 2023 betreut sie das Netzwerk der muslimischen Erzieher*innen und Kindheitspädagogen*innen in der IASE im Bereich der „IASE-Frühpädagogik“.

Familien und Kinder, die sich im Kita-Alltag mit den islamischen Werten identifizieren und sich selbst und die eigenen Wurzeln besser kennen, wachsen mit dem Gefühl und dem zunehmenden Bewusstsein auf, ein Teil der Gesellschaft zu sein und entwickeln ein positives Selbstbild. Die Arbeit von Erziehern in muslimischen Kitas ist wertvoll und unersetzbar, weil sie dazu beiträgt, dass ihre Familien Vertrauen aufbauen und dadurch eine erfolgreiche partnerschaftliche Förderung möglich wird.